I-2030-Projekt: S-Bahn 150 % teurer als Regionalbahn
Im Herbst sollen die Kosten-Nutzen-Untersuchungen für den geplanten Ausbau der Hamburger Bahn von Berlin bis Nauen (I-2030-Projekt) abgeschlossen werden. Kalkuliert werden derzeit der Ausbau mit je zwei Gleisen für getrennten, behinderungsfreien Fern- und Regionalverkehr und eine Variante mit zusätzlich zwei S-Bahn-Gleisen von Spandau bis zum Bahnhof Falkensee, allerdings unter Wegfall der Regionalverkehr-Halte Seegefeld und Albrechtshof.
Gegen den Wegfall dieser beiden Halte gibt es von der CDU-Fraktion und anderen Fraktionen der SVV erheblichen Widerstand: Da Pendler die schnellstmögliche Verbindung nach Berlin bevorzugen, würde für sie der Bahnhof Seegefeld nicht mehr attraktiv sein.
Zudem wäre nach den bisherigen Planungen eine politisch gewollte S-Bahn-Verlängerung bis Falkensee unwirtschaftlich: Experten haben berechnet, dass der S-Bahn-Betrieb im 10-Minuten-Takt für die Strecke Spandau-Falkensee jährlich 6,9 Mio. Euro kosten würde. Der Regionalbahnbetrieb im 15-Minuten-Takt mit 220 m langen Doppelstock-Zügen, die mehr Reisende fassen als die S-Bahn, würde dagegen nur 2,7 Mio. Euro kosten und die Reisenden schneller ans Ziel bringen. Das Problem: Diese 15-Minuten-Takt-Variante ist in den bisherigen Kosten-Nutzen-Untersuchungen nicht vorgesehen.
Dass dies noch geschieht, dafür setzen sich Vertreter der AG Bahn des Bürgervereins Finkenkrug und der CDU beim Brandenburger Infrastrukturminister ein.



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